Aleksandar Nadjfeji ist bei Bayern der siebte Ausländer im Team © imago

Bei SPORT1 spricht Bayerns Aleksandar Nadjfeji über das Derby in Würzburg, die Erwartungen und seine Rolle als Dauerreservist.

Von Felix Götz

München - Erst die Entlassung von Dirk Bauermann, dann der missratene Saisonstart mit zwei Heimniederlagen gegen Oldenburg und Quakenbrück:

Beim FC Bayern München lief es zu Beginn der neuen Beko BBL-Saison alles andere als rund.

Mittlerweile hat der personell aufgerüstete Titelkandidat in die Spur zurückgefunden. Nach sechs Spieltagen und drei Siegen in Serie finden sich die Bayern auf dem sechsten Platz wieder (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Samstag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wartet mit Würzburg ein Duell mit dem Mitaufsteiger aus der Pro-A-Saison 2010/11.

Einer, der bei den letzten beiden Pro-A-Vergleichen bereits dabei war, ist Aleksandar Nadjfeji. Ob Bayerns Forward in Würzburg zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich. Als siebter Ausländer im Kader der Münchner stand er diese Saison nur in Vorbereitungsspielen auf dem zwölf Mann umfassenden Spielberichtsbogen.

Im SPORT1-Interview blickt Nadjfeji auf die Duelle in der Pro A zurück und spricht über die Erwartungen. Zudem erklärt er, wie er mit seiner Rolle als Dauerreservist zurechtkommt.

SPORT1: Herr Nadjfeji, Sie sind der letzte Spieler im Kader der Bayern, der 2010 bei der einzigen Niederlage in der Pro A gegen Würzburg (55:63) dabei war. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Partie?

Aleksandar Nadjfeji: Ich erinnere mich nicht nur an die Niederlage in der Pro-A-Saison gegen Würzburg, sondern auch an unseren Sieg. Würzburg war in dieser Liga unser härtester Gegner. Das waren Derbys, in denen es zur Sache ging. Am Ende sind ja beide Teams aufgestiegen.

SPORT1: Würzburg stand in der vergangenen Saison im Halbfinale, zuletzt kassierten die Franken aber drei Pleiten in Serie. Ist es für Bayern Pflicht, dieses Spiel zu gewinnen?

Nadjfeji: Wir stehen in jedem Spiel in der Pflicht. Schließlich haben wir eine gute Mannschaft. Aber unterschätzen werden wir Würzburg sicherlich nicht. Auch wenn Sie nicht so gut gestartet sind. Ich erwarte erneut ein heißes Spiel.

SPORT1: Zumal Sie mit Bayern mit den Heimpleiten gegen Oldenburg und gegen Artland auch nicht gerade einen Traumstart erwischt haben?

Nadjfeji: Ja, das stimmt. Wir hatten zu Beginn ein paar Schwierigkeiten. Das Team musste erst zusammenfinden.

SPORT1: Das gelingt zuletzt immer besser. Warum?

Nadjfeji: Wir hatten mehr Zeit, um zu trainieren. Und wir wissen nun, was der neue Trainer von uns sehen möchte.

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SPORT1: Welche Rolle spielte die Entlassung von Dirk Bauermann?

Nadjfeji: Der Trainerwechsel war ein Schock für uns. Aber wir sind Profis und müssen mit so etwas umgehen. Jeder von uns versucht, sein Bestes zu geben, um eine erfolgreiche Saison zu spielen und um die Ziele zu erreichen, die jeder von uns erwartet.

SPORT1: Die Meisterschaft?

Nadjfeji: Ja, die Meisterschaft.

SPORT1: Sie haben es bereits angesprochen: Das Team hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison personell sehr verändert. Was hatte Ihnen Bauermann über Ihre Rolle im Team gesagt?

Nadjfeji: Meine Rolle ist es, alles für das Team zu geben.

SPORT1: Bisher haben Sie aber nicht eine einzige Sekunde gespielt. Sind Sie nicht frustriert?

Nadjfeji: Nein. Auch wenn ich nicht sagen kann, dass es leicht für mich ist. Aber ich gebe im Training alles und warte auf meine Chance. Und wenn die kommt, dann werde ich bereit sein.

SPORT1: Sie haben in Ihrem letzten SPORT1-Interview erklärt, dass Sie glauben, noch ein paar gute Jahre vor sich zu haben. Nun sitzen Sie nur auf der Bank. Gibt es die Überlegung, Bayern zu verlassen?

Nadjfeji: Nein. Ich habe einen Vertrag bis zum Saisonende. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht.

SPORT1: Sie können sich also vorstellen, auch in der Saison 2013/2014 noch für Bayern zu spielen?

Nadjfeji: Natürlich. Ich bin in München zufrieden. Meine Familie und ich mögen die Stadt und den Klub.

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