Lawrence Roberts (r.) wechselte im Sommer von Lietuvos Rytas nach München © imago

Eben erst hat ALBA Berlin die Bayern besiegt - dennoch sieht Geschäftsführer Baldi sie im Titelkampf in der Pole-Position.

München - Erst am Wochenende hat er den FC Bayern München in einem Testspiel mit 65:57 besiegt (News).

Trotzdem fürchtet der frühere deutsche Serienmeister ALBA Berlin zwei Wochen vor dem Saisonstart den finanzkräftigen Emporkömmling.

"Bayern wird das Maß aller Dinge sein", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi, dessen Team seit drei Jahren ohne Titel ist:

"Sie haben den Vorteil, dass sie sich ihr starkes Team nur für den nationalen Wettbewerb leisten." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Bayern startet nur in der BBL

Während die Berliner und auch Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg in der Königsklasse Euroleague antreten, könnten sich die Münchner um Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann nach dem Verzicht aufs internationale Geschäft voll auf den Ligabetrieb konzentrieren.

"Sie werden im Gegensatz zu uns und Bamberg viel frischer sein", sagte Baldi, der als Ziel für die Meisterschaft das Erreichen des Halbfinales ausgegeben hat:

"Dann haben wir eine gute Saison gespielt."

Final Four als Ziel

Trotzdem wollen die "Albatrosse" unter ihrem neuen Trainer Sasa Obradovic wieder nach einem Titel greifen.

"Wenn man die Endrunde um den Pokal in der eigenen Hütte hat, muss man alles mobilisieren, um ihn auch hier zu behalten", sagte Baldi angesichts des Top-Four-Turniers, das am 23. und 24. März 2013 in der heimischen Arena am Ostbahnhof stattfinden wird.

In der vergangenen Saison waren die Berliner bereits im Viertelfinale der Playoffs ausgeschieden und hatten auch die Endrunde um den Pokal in Bonn verpasst.

ALBA will sich international beweisen

"Es is kein Geheimnis, dass die abgelaufene Saison keine erfolgreiche war", sagte Klub-Boss Axel Schweitzer:

"Dennoch stehen wir jetzt vor einer spannenden Saison, wie in den letzten 22 Jahren nicht."

Vor allem der Startplatz in der Euroleague, die der Hauptstadtklub durch eine Wildcard bekommen hat, biete viele Chancen.

"Wir gehören dort hin und werden das beweisen", sagte Schweitzer: "Wir haben ein sehr, sehr starkes Team und den richtigen Trainer."

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