Der serbische Forward Predrag Suput (M.) spielt seit 2007 in Bamberg © imago

Bamberg zieht mit einem Sweep zum dritten Mal in Folge ins Finale ein. Dort will Ulm den Franken die Trophäe wegschnappen.

Bamberg - Die Fans hatten es schon vorher gewusst.

"Finale, ooohhh", stand auf den Pappschildern, mit denen das Bamberger Publikum seine Helden bereits weit vor dem Abpfiff der Partie feierte.

Nach dem ungefährdeten 3:0-Halbfinal-Erfolg in der Best-of-five-Serie gegen die Artland Dragons streben die Brose Baskets Bamberg Historisches in der Beko BBL an:

Ein "Triple Double" ist noch keiner Mannschaft zuvor gelungen. (DATENCENTER: Die Playoffs)

Historische Bestmarke möglich

Nach dem Sieg im Pokalfinale gegen Bonn hat die Mannschaft von Trainer Chris Fleming die Chance, bereits zum dritten Mal in Folge das Double aus Meisterschaft und Pokal zu gewinnen.

Verhindern kann den Eintrag in die Basketball-Geschichtsbücher nur noch ratiopharm Ulm, das sein Halbfinale ebenfalls mit 3:0 gegen die Baskets Würzburg gewann.

Und der Herausforderer geht mit viel Selbstbewusstsein in die Finalserie, die am kommenden Sonntag beginnt. (Bericht: Bamberg stürmt ins Finale - Ulm zieht nach).

Pleiß: Können noch zulegen

Wie in den ersten beiden Partien hatte der Titelverteidiger aus Bamberg auch am Pfingstsonntag beim 94:63-Erfolg wenig Mühe mit den Artland Dragons.

Im dritten Spiel der Halbfinalserie überrollte das Spitzenteam in der ausverkauften Stechert Arena die Gäste regelrecht.

"Das ist ein tolles Gefühl, den Finaleinzug mit diesem geilen Team erneut geschafft zu haben. Wir haben bewiesen, dass wir immer noch einen draufsetzen können. Das wird uns hoffentlich auch im Finale gelingen", sagte der starke deutsche Nationalspieler Tibor Pleiß. (STENOGRAMME: Playoff-Halbfinale)

[kaltura id="0_6wrdtijr" class="full_size" title="Plei K nnen im Finale einen draufsetzen"]

Ulm siegt im Schlussspurt

Verhindern will dies der Ulmer Underdog, der sich durch ein 88:80 am späten Sonntagabend gegen Aufsteiger Würzburg für das Endspiel qualifizierte.

Der Tabellenzweite der Hauptrunde musste allerdings lange zittern, bevor der erste Finaleinzug seit 1998 geschafft war.

Über weite Strecken der Partie erlebten die Zuschauer ein Duell auf Augenhöhe, in dem der Neuling am Ende des dritten Viertels sogar knapp in Führung lag, am Ende aber doch chancenlos war.

Leibenath wittert Chance auf Triumph

Obwohl das Team von Trainer Thorsten Leibenath, das nach dem 3:0 gegen Würzburg auch im sechsten Playoff-Spiel ungeschlagen blieb, in dieser Spielzeit alle drei Duelle mit dem Branchenprimus verloren hat, glaubt es an die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

"Bamberg ist ein schier übermächtiger Gegner, aber wir haben sie zweimal am Rand einer Niederlage gehabt in dieser Saison. Und irgendwann ist es dann mal soweit, dass wir sie auch besiegen", sagte Leibenath.

Final-Start am Sonntag

Vor allem der letzte Vergleich macht dem Außenseiter Mut.

Im Halbfinale des Pokals verlangte Ulm dem amtierenden Champion im März alles ab und verlor erst nach Verlängerung.

"Es wird sicherlich sehr, sehr schwer für uns. Aber kein Sportler geht in so ein Spiel und denkt, wir werden es verlieren", sagte Nationalspieler Per Günther.

Am Sonntag (ab 15.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) startet die Finalserie im Modus "best of five" zwischen den beiden besten Teams der Liga mit dem ersten Spiel in Bamberg.

[image id="c7234506-6448-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Weiterlesen