Routinier Suput (l.) kam in Spiel eins auf elf Punkte und fünf Rebounds © getty

In Spiel zwei der Halbfinal-Serie wollen die Dragons gegen Meister Bamberg wieder Aggressivität und Energie versprühen.

Von David Donocik

München - Die Klatsche in Spiel eins war heftig, richtig heftig:

70:103 (Bericht) zeigte die Anzeigetafel nach 40 Minuten und schickte das vernichtende Urteil des ersten Halbfinals der Beko BBL?Playoffs in die Welt:

Den Quakenbrückern wurde in der Frankenhölle von den Brose Baskets Bamberg der Garaus gemacht.

Die Gäste ließen in erster Linie das vermissen, was der Drache im Vereinsemblem demonstriert: Aggressivität und Feuer.

Niedersachsen wollen die Serie ausgleichen

Jetzt haben die Männer von Dragons-Trainer Stefan Koch in eigener Halle (Di., ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die Gelegenheit, ihr verloren gegangenes Feuer wieder zu finden.

Das ist auch bitter nötig, wollen die Niedersachsen gegen den Meisterschaftsfavoriten die Serie ausgleichen.

"Natürlich war die Belastung gegen München hoch, wir haben dort viel emotionale Energie gelassen", gestand Koch nach der saftlosen Darbietung in Bamberg und ergänzte:

"Aber es wäre zu einfach, das als Erklärung oder Entschuldigung zu nehmen. Wir müssen uns an der eigenen Nase packen."

Das bedeutet vorrangig, sich auf das Patenrezept "Offense wins Games, Defense wins Championchips" zu besinnen.

Tucker dominiert das erste Duell

Im ersten Halbfinale klappte bei Artland weder das eine, noch das andere. MVP-Kandidat P.J. Tucker (21 Punkte) dominierte nach Belieben und sechs weitere Bamberg-Akteure punkteten zweistellig (STENOGRAMME: Playoff-Halbfinale).

Doch das laue Lüftchen in Spiel eins der Dragons kann sich in der Heimpartie wieder zu einem Feuer entfachen.

Schließlich ist das impulsive Quakenbrücker Publikum auch ein Grund dafür, dass Artland die hartumkämpfte Viertelfinalserie gegen starke Münchner 3:2 für sich entschied.

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Volle Konzentration über 40 Minuten gefordert

Allerdings muss das Feuer über die gesamten 40 Minuten lodern. In Bamberg schließlich ging das letzte Viertel mit 8:29 an die Franken verloren, die in diesem Jahr den Titel-Hattrick anstreben (DATENCENTER: Die Playoffs).

Gegen die Mannschaft von Trainer Chris Fleming, die nach dem Ausrutscher im ersten Viertelfinale gegen Bonn (74:75) wieder auf konstant hohem Level agiert, bedarf es auch einer Leistungssteigerung des großen, kleinen Stars auf Seiten Quakenbrücks, David Holston.

"Ganz kann man Holston nie ausschalten"

Den kleinen Spielmacher (1,70 m) haben die Bamberger in der ersten Partie nicht zur Entfaltung kommen lassen (13 Punkte).

Doch Brose-Coach Fleming ist sich sicher: "Ganz kann man Holston nie ausschalten."

Artland könnte entgegen kommen, dass sich Tibor Pleiß in Spiel eins das rechte Knie verdreht hat.

Ob der 2,15 Meter große Center der Nationalmannschaft auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Besonders Holston könnte davon profitieren, da Pleiß mit seiner Länge prädestiniert ist, der Penetration des wieselflinken US-Guards in die Zone Einhalt zu gebieten.

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