Nationalspieler Günther (M.) trumpfte gegen Würzburg groß auf © getty

Ratiopharm gewinnt das erste Playoff-Halbfinale gegen Würzburg. Ein Nationalspieler trumpft auf. Der Wurf des Jahres zählt nicht.

Ulm - Ratiopharm Ulm hat das erste Playoff-Halbfinale der Beko BBL gegen die s.Oliver Baskets Würzburg gewonnen. Die Schwaben setzten sich knapp mit 77:65 (39:33) durch und gewannen nach den drei Siegen gegen Braunschweig im Viertelfinale die vierte Playoff-Partie in Folge.

Die Ulmer lagen nur zu Anfang mit 0:3 zurück, setzten sich aber nach nicht mal 13 Minuten auf 33:11 ab.

Bis dahin hatten sechs verschiedene Schützen für sieben Dreier gesorgt. Würzburg kämpfte sich aber noch vor der Halbzeit bis auf sechs Punkte heran. (DATENCENTER: Die Playoffs)

Für ein Highlight sorgte Würzburgs Alex King, der mit der Schlusssirene einen Dreier von Höhe der eigenen Freiwurflinie traf, der jedoch nicht mehr zählte.

Esterkamp dreht auf

Die Bayern blieben dran und schafften im vierten Viertel schließlich den Ausgleich (63:63).

Zwei Dreier von Steven Esterkamp leiteten dann jedoch den Schlussspurt der Gatsgeber ein.

Beste Spieler bei den Ulmern waren Nationalspieler Per Günther (16 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists) sowie Small Forward Esterkamp (15 Zähler, 8 Rebounds). (STENOGRAMME: Playoff-Halbfinale)

Leibenath ist stolz

Ulm-Coach Thorsten Leibenath war bei SPORT1 "extrem stolz" auf sein Team: ""Wir haben die Würzburger bei nur sechs Offensiv-Rebounds gehalten. Wir haben unglaublich gekämpft."

Auch spielerisch hätten die Ulmer überzeugt, so Leibenath, allen voran Günther: "Man hat gesehen, wie sehr er diesen Sieg wollte. Er hat fünf Defensiv-Rebounds geholt, das fand ich sehr beeindruckend."

[kaltura id="0_l6sb1vzq" class="full_size" title="Ulm bleibt unbesiegt"]

Der Point Guard selbst sah noch Verbesserungsbedarf: "Wir mussten uns erstmal auf die Intensität einstellen. Am Anfang haben wir ein zwei Runs abgegeben, das müssen wir unterbinden und am Donnerstag besser machen", so Günther mit Blick auf Spiel zwei.

Patrick sieht die Chance zum Ausgleich

Beim Aufsteiger hielt Center Chris Kramer mit 22 Punkten und sieben Rebounds dagegen.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, denn wir haben wieder einmal gezeigt, dass wir niemals aufgeben und uns nach einem hohen Rückstand wieder zurückgekämpft. Die Aufholjagd hat uns aber viel Energie gekostet", erklärte Würzburg-Trainer John Patrick:

"Ulm hat in entscheidenden Situationen die Rebounds kontrolliert und wir konnten einige leichte Korbleger nicht nutzen. Aber wenn wir so weitermachen wie in den letzten 26 Minuten des Spiels, dann haben wir zuhause eine gute Chance, die Serie auszugleichen."

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