MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Center Homan war gegen Artland mit 20 Punkten bester Bayern-Akteur © getty

Bayern wehrt den Dragons-Matchball ab. Hamann setzt Akzente und wird gefeiert. Artlands Holston kommt nach Sperre kalt zurück.

Aus dem Audi Dome berichtet Michael Spandern

München - Der FC Bayern hat den ersten Matchball der Artland Dragons souverän abgewehrt und ein Entscheidungsspiel um den Einzug ins Halbfinale der Beko BBL erzwungen.

Die Münchner glichen die "Best-of-Five"-Serie durch ihren ersten Heimsieg im Audi Dome zum 2:2 aus und fliegen nun mit Rückenwind zum Showdown (Do., ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) nach Quakenbrück.

Vor 6244 Zuschauern - darunter Sprint-Ikone Usain Bolt - ragte Center Jared Homan beim 82:71 (44:39) mit 20 Punkten und zwölf Rebounds heraus (DATENCENTER: Die Playoffs).

Holston ohne Wurfglück

Steffen Hamann (13 Punkte, fünf Assists), im Artland noch nach Leibeskräften ausgepfiffen, setzte gerade in der Anfangsphase wichtige Akzente.

Der eigentliche Dragons-Topscorer David Holston, der sich in Spiel zwei zu einer Tätlichkeit am Kapitän des Aufsteigers hatte hinreißen lassen, kehrte dagegen nach seiner Sperre kalt zurück und traf nur einen von sechs Wurfversuchen, verteilte aber immerhin fünf Vorlagen.

Bester Werfer der Gäste war Nathan Peavy, für den am Ende neben sechs Rebounds 17 Zähler zu Buche standen (STENOGRAMME: Das Playoff-Viertelfinale).

Hamann setzt Akzente

Die Bayern setzten sich nach nervösem Start dank eines 12:3-Runs - befeuert durch einen Dreier, vier Freiwürfe und einen Ballgewinn von Hamann - auf 19:9 ab.

Anders als am Samstag brachten die Gastgeber Homan gleich ins Spiel, und der traf im ersten Viertel alle seine vier Wurfversuche.

Ein Buzzer-Beater aus der Distanz von Je'kel Foster, der von Hamann freigespielt wurde, bedeutete das 30:16 zum Ende des Viertels.

Holston lange abgemeldet

Doch weiter ließen sich die "Drachen" nicht abschütteln. J.J. Strasser eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem Dreier, mit Anthony Hilliard kam ein zweiter Reservist auf Touren.

Mitte des Viertels verkürzte Holston mit seinem ersten Korb auf 29:38 und verwandelte auch den Bonusfreiwurf, Brandon Thomas und Peavy verkürzten den Rückstand auf fünf Zähler.

Wenig später traf der erneut starke Strasser gar zum 39:42, doch der letzte Korb der Halbzeit gehörte noch mal Hamann.

[kaltura id="0_tj1sc24z" class="full_size" title="Die Highlights des Spiels"]

Sprechchöre für den FCB-Captain

Die zweite Spielhälfte begann emotional, als Hamann zunächst ein Offensivfoul aufnahm und dabei ähnlich weit nach hinten flog wie bei der umstrittenen Aktion von Holston im vorigen Heimspiel.

Vorn legte er zunächst Homan einen Dunking vor, dann war er von Peavy nur durch ein Unsportliches Foul zu bremsen, verwertete die Freiwürfe zum 48:39 - die FCB-Fans skandierten den Namen ihres Kapitäns.

Artland aber blieb dank Thomas, der von außen und unter dem Korb gleichermaßen Gefahr ausstrahlte dran. Sein dritter Dreier der Partie schlug zum 50:52 ein.

11:0-Run von dritten ins vierte Vierte

Den Ausgleich schafften die Niedersachsen aber nicht, auch weil sie einige unnötige Ballverluste begingen und im Defensivrebound schlampten. Homan und Aleksandar Nadjfeji nutzten zweite Chancen zum 62:57.

Der Reboundvorteil der Münchner war vor dem Schlussviertel auf 29:24 gewachsen, mehr als die Hälfte ihrer Punkte hatten sie aus der Zone erzielt.

Ein Dreier von Jonathan Wallace, Freiwürfe von Chevon Troutman, der von Guido Grünheid mit Ablauf der Wurfuhr gefoult worden war, sowie ein Nahdistanzwurf von Nadjfeji schraubten den Vorsprung auf 69:57.

Elf Punkte in Folge waren den Bauermännern gelungen.

Dominanz unter den Brettern

Hilliard versiebte derweil einen Korbleger für die Dragons, deren Coach Stefan Koch redete vergeblich auf die Referees ein und beantragte eine Auszeit.

Doch Artland konnte den Rückstand nicht mehr unter zehn Punkte drücken, da die Bayern weiter zu leichten Punkten am Brett kamen.

Hamann beseitigte zwei Minuten vor Schluss mit einem Fadeaway zum 80:66 die letzten Zweifel am Heimsieg.

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