Artlands King kommt in der Serie auf acht Punkte und acht Assists im Schnitt © getty

Artland geht in der engen Serie wieder in Führung und setzt die Münchner unter Zugzwang. Aufsteiger Würzburg besiegt ALBA Berlin.

München - Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg, Aufsteiger s.Oliver Würzburg und die Artland Dragons haben in der Beko BBL das Playoff-Halbfinale unmittelbar vor Augen.

Der Ligakrösus aus Bamberg besiegte die Telekom Baskets Bonn 102:92 (51:45) und ging nach der überraschenden Heimniederlage im ersten Viertelfinale in der Best-of-five-Serie 2:1 in Führung.

Würzburg gewann bei ALBA Berlin 91:84 (43:45) und feierte ebenso wie Quakenbrück den zweiten Sieg der Serie. Die Dragons rückten durch das 83:67 (44:24) gegen den zweiten Aufsteiger Bayern München die Kräfteverhältnisse wieder zurecht.

Schon am Dienstag können alle Teams mit einem weiteren Sieg den Einzug in die Vorschlussrunde perfekt machen (DATENCENTER: Die Playoffs).

"Entschieden ist noch nichts"

Bamberg setzte sich in einer sehr offensiv geführten Begegnung zunächst deutlich ab, kurz vor der Halbzeitpause verkürzten die Gäste aber wieder den Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte das Team von Chris Fleming das Spiel und ließ die Bonner nicht mehr rankommen. Tibor Pleiß war mit 18 Punkten auf Seiten der Bamberger treffsicherster Spieler auf dem Parkett.

"Jetzt gibt es noch ein Spiel zu gewinnen. Das war heute nur ein Sieg, entschieden ist noch nichts", sagte der deutsche Nationalspieler bei SPORT1.

John Little überzeugt

In Berlin erwischten die Würzburger einen Start nach Maß und führten bereits nach wenigen Minuten 20:9. Die Gastgeber kämpften sich aber zurück und gingen sogar knapp in Führung.

Erst nach der Halbzeit setzte sich das Team von Trainer John Patrick entscheidend ab und brachte das Polster von sieben Punkten erfolgreich über die Zeit.

"Das war ein wichtiger Sieg. Wir sind sehr stolz, aber die Serie ist noch nicht zu Ende", sagte Patrick.

Würzburg hatte in John Little, der 20 Punkte beisteuerte, seinen besten Werfer.

"Hatten Wut im Bauch"

Den Grundstein zum hochverdienten Heimsieg legte Artland in der ersten Halbzeit, als der Vorsprung bis zu 26 Punkte betrug.

Überragender Mann bei den Gastgebern war der Amerikaner Anthony Hilliard mit 20 Zählern.

Johannes Strasser, Point Guard der Dragons, sagte bei SPORT1: "Wir hatten nach Spiel zwei jede Menge Wut im Bauch. Die Mannschaft hat heute die richtige Antwort gegeben. Wir haben von Beginn an aggressiv verteidigt und super gespielt."

Eklat in München

In Spiel zwei hatte Quakenbrücks Aufbauspieler David Holston für eine hässliche Szene gesorgt, als er Münchens Steffen Hamann den Unterarm ins Gesicht schlug und dafür für ein Spiel gesperrt wurde (AKTUELL: Holston kommt glimpflich davon). .

Dazu sagte Johannes Strasser: "Steffen spielt immer hart. Aber ich mag die Art, wie er spielt. Nur muss er dann auch einstecken können."

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