Bayern Münchens Aufbauspieler Bastian Doreth ist Model im Nebenjob © getty

Nach der Heimpleite spricht Bastian Doreth über die Viertelfinal-Serie gegen die Dragons und seine persönliche Situation.

Von Eric Böhm

München - Die Heimpremiere in den Playoffs hatte sich der FC Bayern München ganz anders vorgestellt.

Statt mit einer komfortablen 2:0-Führung zu Spiel drei (Sa., ab 13.50 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) nach Quakenbrück zu reisen, ist nach der 84:92-Heimpleite (Bericht und Video) in der Best-of-Five-Serie alles wieder offen.

Neben der intakten Moral in der hitzigen Schlussphase konnte sich Cheftrainer Dirk Bauermann aber immerhin über eine weitere Alternative im Spielaufbau freuen.

Wegen Foulproblemen bei seinen etatmäßigen Point Guards Steffen Hamann und Jonathan Wallace schmiss er den jungen Bastian Doreth ins kalte Playoff-Wasser, der das Vertrauen mit einer ordentlichen Leistung rechtfertigte (DATENCENTER: Die Playoffs).

Vor allem die Aggressivität in der Verteidigung schätzt Bauermann an dem 22-Jährigen, der erst im Februar nach einer schweren Knorpelverletzung im Knie das Comeback schaffte.

Bei SPORT1 spricht der A2-Nationalspieler über die Viertelfinal-Serie gegen die Dragons, David Holston, seine persönliche Situation und das Playoff-Feld der Beko BBL.

SPORT1: Der FC Bayern musste in Spiel zwei gegen Artland eine bittere Heimniederlage und den Ausgleich in der Serie einstecken. Woran hat es aus ihrer Sicht gelegen?

Bastian Doreth: Ich glaube, Artland ist mit einer höheren Intensität ins Spiel gegangen. Wir haben unsere ersten Würfe nicht getroffen. Bei ihnen sind sie gefallen. Nach der Pause haben wir besser gespielt, aber es hat nicht mehr gereicht.

SPORT1: Vor allem Dragons-Aufbauspieler David Holston hat ihrem Team zum wiederholten Mal große Probleme bereitet. Wie kann man ihn - abgesehen von einer möglichen Sperre - besser kontrollieren?

Doreth: Es ist sehr schwer. Ich glaube, ein Spieler allein kann ihn kaum stoppen. Das geht nur als Mannschaft. Er ist sehr schnell und wendig. Wir müssen uns besser auf ihn einstellen. Ob das in Spiel drei sein wird, liegt nicht in unserer Hand. Ob er in Spiel drei dabei sein wird, liegt nicht in unserer Hand.

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SPORT1: Nach Holstons Hinausstellung lief es plötzlich deutlich besser. Hätten Sie ohne ihn nicht leichtes Spiel gegen die Dragons?

Doreth: Nein. Sie sind trotzdem ein starker Gegner. Sie haben einige starke Spieler, die sehr gefährlich sein können. Wir haben zuletzt gesehen, dass wir von Beginn an voll da sein müssen. Wir werden sie nicht unterschätzen.

SPORT1: Der FC Bayern benötigt nun mindestens noch einen Auswärtssieg, um ins Halbfinale einzuziehen. Wie gehen Sie jetzt in die Mini-Serie?

Doreth: Es steht 1:1. Es geht jetzt wieder bei null los. Der Fokus muss auf dem nächsten Spiel liegen. Wir haben den Heimvorteil zwar wieder abgegeben, aber es liegt nach wie vor in unserer Hand. Wir wissen, dass wir bei Artland gewinnen können. Das werden wir mit allen Mitteln versuchen. Dann geht es am Dienstag wieder nach Hause. Da wollen wir dann den Sack zumachen.

SPORT1: Nach ihrer schweren Knorpelverletzung haben Sie sich in der zweiten Saisonhälfte zurückgemeldet. Sie bekamen in Spiel zwei relativ viel Einsatzzeit. Konnten sich für die nächsten Aufgaben empfehlen?

Doreth: Offensiv kann ich mir nicht viel vorwerfen, aber in der Abwehr war ich noch nicht so zufrieden. Da kann ich mich auf jeden Fall noch steigern.

SPORT1: In ihrer Serie gab es zwei Auswärtssiege. Topfavorit und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg verlor zum Auftakt gegen Bonn. Das Playoff-Feld scheint sehr ausgeglichen zu sein. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?

Doreth: Ich glaube, jede der acht Mannschaften kann jeden schlagen. Das hat man schon zu Beginn gesehen. Man darf sich auf dem Heimvorteil nicht ausruhen. Für den deutschen Basketball und die Zuschauer ist das natürlich sehr gut.

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