16 Punkte und acht Rebounds lieferte Bayer Troutman im ersten Playoff-Spiel ab. © getty

Die Auswärtsschwäche der Münchner scheint endgültig beseitigt, die Ulmer Spatzen werden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht.

München - Dirk Bauermann gab sich viel Mühe, den starken Auftritt seiner Mannschaft in aller Sachlichkeit einzuordnen.

"Wir wissen, dass noch nichts gewonnen ist", sagte der Trainer von Bayern München nach dem klaren 82:68 (49:36)-Sieg bei den Artland Dragons zum Auftakt der Playoffs der Beko BBL.

Doch der Bundesliga-Aufsteiger hat im ersten Spiel der Meisterrunde nicht nur bewiesen, dass die während der Saison fast schon chronische Auswärtsschwäche überwunden ist. Der entscheidende Schritt auf dem Weg ins Halbfinale war vielleicht schon dieser erste (DATENCENTER: Die Beko BBL).

Artland verliert direkt den Heimvorteil

Durch den Traumstart in die "Best-of-five"-Serie haben sich die Bayern schnell den Heimvorteil erarbeitet, und zuhause ist der Vorrundenfünfte eine Macht.

Nur ein einziges Spiel ging seit Saisonbeginn vor eigenem Publikum verloren. Die Voraussetzungen vor dem zweiten Spiel am Dienstag könnten also nicht besser sein.

Beim gelungenen Auftritt in Quakenbrück, wo Je'Kel Foster mit 24 Punkten als Topscorer der Gäste glänzte, gefiel Bauermann vor allem die Konstanz.

"Immer wenn Artland in den Rhythmus gekommen ist und getroffen hat, hatten wir die richtige Antwort", stellte der ehemalige Bundestrainer fest.

Der 54-Jährige warnte aber gleichzeitig davor, den Sieg zu hoch einzustufen: "Dies ist eine Serie zweier gleichstarker Mannschaften."

Artland-Coach Koch lobt Bayern-Leistung

Im ersten Duell sah das anders aus, die Dragons waren nicht auf Augenhöhe. "Da gibt es nichts zu diskutieren, das war ein verdienter Sieg für Bayern München", sagte Trainer Trainer Stefan Koch.

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Drei Tage nach seiner Vertragsverlängerung erlebte der Coach einen bitteren Abend: "Der FC Bayern hat das Spiel fast über die kompletten 40 Minuten kontrolliert."

Ulm lässt Braunschweig keine Chance

Ebenfalls alles im Griff hatte rathiopharm Ulm. Souverän setzte sich der Vorrundenzweite mit 101:79 (47:36) gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig durch und wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

"Das war ein wichtiger Start in die Serie, auf dem wir uns sicher nicht ausruhen werden", sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath.

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Vierte Phantoms-Niederlage im vierten Duell

Phantoms-Trainer Sebastian Machowski erhofft sich eine schnelle Antwort auf die Enttäuschung. "Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie am Donnerstag ein anderes Gesicht zeigt. Dann wird das Ergebnis auch anders sein."

Für die Braunschweiger war es in der laufenden Saison die vierte Niederlage gegen Ulm.

Neben den beiden Punktspielen war auch das Pokalduell beim Top-Four-Turnier verloren gegangen.

Isaiah Swann war zum Start der K.o.-Runde mit 23 Punkten erfolgreichster Schütze der Ulmer.

MVP Bryant als Distanzschütze

John Bryant, wertvollster Spieler (MVP) der aktuellen Bundesliga-Saison, war bei allen vier Würfen von jenseits der Dreierlinie erolgreich.

Der erste Spieltag des Viertelfinales wird am Sonntag (ab 18.00 Uhr im LIVESTREAM) mit dem Aufeinandertreffen zwischen Alba Berlin und Aufsteiger Baskets Würzburg abgeschlossen.

Zum Auftakt der Playoffs hatte Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg bereits am Donnerstag eine überraschende 74:75-Pleite gegen die Telekom Baskets Bonn erlitten.

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