Patrick Femerling blickt auf den Hit Bayern gegen Ulm - und spricht über Bambergs neuen "Waffe" Elias Harris.

Hallo Basketball-Freunde,

der 15. Spieltag der Bundesliga hat es in sich: FC Bayern gegen ratiopharm ulm - ein Duell mit Brisanz (Do., 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Ich werde mir diesen Bundesliga-Kracher nicht entgehen lassen. Es geht um Punkte und jede Menge Prestige.

Die Bayern werden versuchen, ein Zeichen zu setzen. Der FCB ist der klare Favorit und wird alles dafür tun, seinen Status als Tabellenführer zu unterstreichen.

Das Team von Trainer Svetislav Pesic darf nach dem Erfolg in der Euroleague nicht lockerlassen und muss auch in der Bundesliga dranbleiben. Nur mit Topleistungen kann man den Spiel- und Erfolgsrhythmus der letzten Wochen beibehalten.

Ein Sieg gegen Ulm wird für die Bayern dennoch kein Selbstläufer. Schließlich können die Ulmer relativ frei aufspielen, der Druck liegt bei Pesics Team. Und wenn die Ulmer gut in Tritt kommen, können sie was bewegen.

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Schlüssel für einen Erfolg beim souveränen Tabellenführer werden die Rebounds sein. Will man die Bayern ärgern, muss man ihnen die Chance auf die Fast-Breaks nehmen.

In der Offensive muss Ulm viel Geduld mitbringen und die FCB-Verteidigung in Bewegung halten. Gelingt das, traue ich Ulm etwas zu.

Zu Beginn des neuen Jahres steht für das Bayern-Team dann die Top-16-Runde der Euroleague an.

Dort warten mit Real Madrid und Maccabi Elite Tel Aviv einige dicke Brocken. Dass die Bayern mit Teams dieses Kalibers mithalten können, haben sie allerdings schon in der ersten Runde bewiesen.

Gegen Olympiakos Piräus haben sie sich äußerst wacker geschlagen und das Rückspiel schon fast in der Hand gehabt.

Sie sind also durchaus schlagkräftig genug, um auch in der nächsten Runde für Furore zu Sorgen.

Das große Plus der Bayern wird dabei wieder einmal die tiefe Bank sein - damit können die Bayern fast alles kompensieren.

Für Deutschland und die Bundesliga ist es wichtig, dass ein deutscher Vertreter unter den besten 16 Teams Europas steht.

Schade ist jedoch, dass es für das zweite deutsche Team nicht gereicht hat. Die Brose Baskets Bamberg sind etwas unglücklich ausgeschieden. Da war mehr drin, Bamberg hat einige Chancen liegenlassen.

Aber Sport ist nun mal nicht immer planbar.

Jetzt können sich die Bamberger ganz auf die deutsche Meisterschaft konzentrieren. Im Kampf um die Spitze hat sich der Titelverteidiger mit Elias Harris prominent verstärkt.

Der ehemalige College-Basketballer ist eine sehr gute Waffe im Titelrennen.

Denn Harris wird dem Team von Trainer Chris Fleming weiterhelfen - er ist ein sehr athletischer und beweglicher Spieler, der auf vielen Positionen einsetzbar ist. Harris glänzt zudem als guter Rebounder und ist eine echte Alternative auf der Vier.

Schon zu College-Zeiten war Harris immer ein Führungsspieler, der Verantwortung übernehmen will. Jetzt spielt er in einer Mannschaft, die ihn braucht und die Erfolg haben will.

In so einem Ambiente lässt sich gut Basketball spielen.

Bis bald,

EuerPatrick

Patrick Femerling, geboren 1975, ist aktuell mit 221 Einsätzen von 1996 bis 2009 Rekordspieler in der deutschen Nationalmannschaft. Mit dem DBB-Team gewann er WM-Bronze 2002 und EM-Silber 2005. Er wurde Meister und Pokalsieger in Deutschland, Spanien und Griechenland.

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