Phil Taylor scheiterte bei der WM 2017 an Raymond van Barneveld
Phil Taylor zog souverän in die zweite Runde der Darts-WM 2017 ein © Getty Images

Altmeister Phil Taylor richtet markige Worte an Darts-Dominator Michael van Gerwen. "The Power" deutet zudem noch eine geheime Maßnahme an, die ihn besser mache.

Phil Taylor ist genervt: Drei Jahre lang musste der 16-fache Weltmeister im Londoner Alexandra Palace  anderen den Vortritt lassen - solch eine Durststrecke gab es seit Anbeginn der Taylor-Ära im Dartssport noch nie.

Und auch in diesem Jahr gilt der 56-Jährige nicht als Topfavorit auf den WM-Titel (Die Darts-WM täglich LIVE im TV auf SPORT1, SPORT1+ und im LIVESTREAM), zu stark präsentierte sich der Niederländer Michael van Gerwen, der mit unfassbaren 25 Saisontiteln derzeit die klare Nummer eins in der Dartswelt ist.

Taylor: "MvG ist verwundbar, ich habe keine Angst"

Doch nach seinem souveränen Auftaktsieg gegen den Qualifikanten David Platt richtete "The Power" nun ein paar markige Worte an seinen 29 Jahre jüngeren Konkurrenten: "Van Gerwen wird dieses Turnier nicht gewinnen. Nicht in diesem Jahr. Die Leute haben Angst vor Michael. Ich aber nicht. Er ist verwundbar."

Fast trotzig klingen Taylors Worte, der durch solche Attacken den haushohen Favoriten wohl mental attackieren will und darin seine Chance sieht.

"Seht euch seine Statistik im Ally Pally an", meinte Taylor: "Vier Mal ist Michael hier angetreten, ein Mal hat er gewonnen. Er hat eine 25-prozentige Chance auf den Titel. Mehr nicht. Ich aber habe eine riesengroße Chance zu gewinnen."

Taylors kryptische Ansage

Ganz Unrecht hat der Altmeister mit dieser Aussage gewiss nicht: MvG galt auch in den letzten beiden Jahren als Topfavorit, musste aber jeweils dem Schotten Gary Anderson den Vortritt lassen.

Auch in den direkten Duellen mit dem Niederländer hat Taylor, der im Spätherbst seiner Karriere angriffslustig wie nie scheint, überraschenderweise das Momentum auf seiner Seite: Die drei letzten Partien gingen allesamt an den Mann aus Stoke-on-Trent, darunter der deutliche 11:5-Sieg im Champions-League-Finale Ende September in Cardiff.

Zudem scheint Taylor noch eine Geheimwaffe in petto zu haben: "Ich habe etwas verändert. Ich sage bis zum Turnierende nicht, was es ist. Aber es ist entscheidend. Es macht mich besser."

Direktes Duell winkt im Halbfinale

Er werde "dieses Turnier gewinnen", ist sich Taylor sicher, der auch bei seiner 28. WM-Teilnahme wie stets die Runde zwei erreichte.

Ob der Altmeister seinen Worten auch Taten folgen lassen kann, wird sich spätestens an Neujahr (ab 20 Uhr LIVE auf SPORT1) zeigen. Dann könnte es nämlich im Halbfinale zum Giganten-Duell zwischen Taylor und van Gerwen kommen.

Doch bis zum wohl hitzigsten Darts-Duell der letzten Jahre ist es noch ein weiter Weg, drei Runden gilt es noch zu überstehen. Bis dahin muss auch der tönende Altmeister erst einmal seine Hausaufgaben machen.

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