Die Darts-Weltmeisterschaft 2018:

Die PDC Darts Weltmeisterschaft 2018 fand vom 14. Dezember 2017 bis 1. Januar 2018 im Alexandra Palace in London statt. Das gesamte Turnier inklusive dem Finale an Neujahr ab 21.00 Uhr wurde LIVE auf SPORT1 übertragen.

Bei der 25. Ausgabe der PDC-WM ging Michael van Gerwen als Titelverteidiger ins Rennen. Die letzte WM war es für den 16-maligen Weltmeister Phil Taylor.                                                                                                                                       

Insgesamt wurden 1.800.000 englische Pfund ausgeschüttet. Der Sieger alleine erhält 400.000 Pfund. Für einen 9-Darter wurden zusätzlich 25.000 Pfund ausgelobt. Gelingt das perfekte Spiel mehreren Dartspielern wird der Preis geteilt.

Der Spielplan zum Ausdrucken. 

Die Teilnehmer der PDC Darts WM:

Die besten 32 Spieler sind über die "Order of Merit", die Darts-Weltrangliste, direkt für die Hauptrunde der Weltmeisterschaft gesetzt. Dazu zählen natürlich die absoluten Topstars wie der Weltranglistenerste van Gerwen, die Schotten Gary Anderson und Peter Wright oder Legende Taylor, der im Alexandra Palace das letzte Turnier seiner einzigartigen Karriere bestreitet.

Zusätzlich qualifizieren sich die besten 16 Spieler der "PDC Pro Tour Order of Merit", die nicht bereits über die Order of Merit qualifiziert sind, sich also nicht unter den Top 32 der Darts-Rangliste befinden.

Ist ein Spieler über die Order of Merit bereits qualifiziert, rückt der 17. der PDC Pro Tour Order of Merit für diesen nach. Über diese Wertung hat sich der Deutsche Martin Schindler als aktuell 14. für den Ally Pally qualifiziert.

Um das 72 Spieler umfassende Aufgebot zu komplettieren, werden weitere 24 Wildcards durch den Weltverband PDC vergeben. Neben regionalen Kriterien spielen hier auch Qualifikationsurniere eine Rolle. So konnte sich auch der Deutsche Kevin Münch über den Gewinn der Super League Deutschland qualifizieren.

Das gesamte Teilnehmerfeld im Überblick:

Über die PDC Order of Merit (Stand 28. November): Michael van Gerwen (Niederlande), Peter Wright (Schottland), Gary Anderson (Schottland), Daryl Gurney (Nordirland), Mensur Suljovic (Österreich), Adrian Lewis (England), Phil Taylor (England), Dave Chisnall (England), Simon Whitlock (Australien), Raymond van Barneveld (Niederlande), James Wade (England), Jelle Klaasen (Niederlande), Michael Smith (England), Benito van de Pas (Niederlande), Alan Norris (England), Gerwyn Price (Wales), Ian White (England), Kim Huybrechts (Belgien), Joe Cullen (England), Rob Cross (England), Stephen Bunting (England), Mervyn King (England), Darren Webster (England), Kyle Anderson (Australien), Steve Beaton (England), Cristo Reyes (Spanien), Justin Pipe (England), Robert Thornton (Schottland), John Henderson (Schottland), Mark Webster (Wales), Jonny Clayton (Wales), James Wilson (England)

Über die Pro Tour Order of Merit (Stand 28. November): Richard North (England), Vincent van der Voort (Niederlande), Christian Kist (Dänemark), Ronny Huybrechts (Belgien), Jermaine Wattimena (Niederlande), Steve West (England), Zoran Lerchbacher (Österreich), Dimitri van den Bergh (Belgien), Jan Dekker (Niederlande), Keegan Brown (England), James Richardson (England), Peter Jacques (England), Martin Schindler (Deutschland), Chris Dobey (England), Steve Lennon (Irland), Kevin Painter (England)

Wildcards über verschiedene Turniere: Devon Peterson (Südafrika, bester Afrikaner der Weltrangliste), William O'Connor (Irland, Gewinner Irish Matchplay), Krzysztof Ratajski (Polen, bester Osteorpäer der Weltrangliste), Kim Viljanen (Finnland, Qualifikant Nordeuropa/Baltikum), Antonio Alcinas (Spanien, Qualifikant Südeuropa), Diogo Portela (Brasilien, Qualifikant Südamerika), Marko Kantele (Finnland, zweiter Qualifikant Nordeuropa/Baltikum), Ted Evetts (England, Sieger PDPA Qualifier), Jeff Smith (Kanada, kanadische Nummer 1), Luke Humphries (England, Nummer 1 Development Tour), Brendan Dolan (Nordirland, Zweiter PDPA Qualifier), Alan Ljubic (Kroatien, Qualifikant Osteuropa) ,Xiao-Chen Zong (China, Qualifikant China), Bernie Smith (Neuseeland, Gewinner Oceanic Masters), Kenny Neyens (Belgien, Gewinner Central Europe Qualifier), Jamie Lewis (Wales, Dritter PDPA Qualifier), Seigo Asada (Japan, Qualifikant Japan), Gordon Mathers (Australien, Gewinner Australian Grand Prix), Kai Fan Leung (Hongkong), Paul Lim (Hongkong, Qualifikant Südasien), Willard Bruguier (USA, Qualifikant Nordamerika), Cody Harris (Neuseeland, Qualifikant Neuseeland), Aleksandr Oreschkin (Russland, Qualifikant Russland), Kevin Münch (Deutschland, Gewinner German Superleague)

Modus und Regeln der PDC Darts WM:

Standartmäßig wird auch bei der PDC-WM auf das Dartsboard in Höhe von 1,73 Metern (gemessen am Mittelpunkt) geworfen. Die Spieler stehen dabei 2,37 Meter entfernt vor dem sogenannten "Oche". Die großen Felder auf dem Dartsboard geben einfache Punkte. Der äußere, schmale Ring zählt doppelt, der innere dreifach.

Die Spieler zielen daher darauf ab, die Höchstpunktzahl von 180 Punkten mit dreimal der dreifachen 20 zu werfen. Der Kreis in der Mitte des Dartbboards nennt sich Bullseye und zählt 25, beziehungsweise 50 Punkte.

Gespielt wird 501, Single-In, Double-Out. Das heißt von der Punktzahl 501 muss auf 0 herunter gespielt werden. Der letzte Wurf muss ein Doppelfeld sein.

Ein Spiel von 501 herunter auf 0 wird Leg genannt, drei Leg-Gewinne sind ein Satz. Gestartet wird in der Hauptrunde mit dem Modus Best of 5, also drei Gewinnsätze. Dieser Modus wird bis zum Finale auf Best of 13 gesteigert. Die ausführlichen Regeln gibt es nochmal hier (http://www.sport1.de/darts-sport/pdc-darts-wm/2017/11/pdc-darts-weltmeisterschaft-2018-regeln-und-spielmodus).

Alle Regeln im Überblick.

Geschichte und Rekorde:

Rekordweltmeister ist der Engländer Phil Taylor. 14 seiner insgesamt 16 WM-Titel errang "The Power" bei der PDC. Zwischen 1995 und 2002 siegte die Legende sogar achtmal hintereinander.

Die nächst-erfolgreichsten Dartspieler bei den PDC-Weltmeisterschaften kommen erst deutlich später. Das Trio aus van Gerwen, Anderson und Lewis hat jeweils zwei Titel auf dem Konto. Auch Altmeister John Part konnte zwei Titel gewinnen, ist aber 2018 nicht mehr dabei.

Genau neunmal wurde bei einer PDC-WM bisher das perfekte Spiel mit nur neun Darts gezeigt. Raymond van Barneveld und Lewis gelang dieses Kunststück schon zweimal. Auch Titelverteidiger van Gerwen spielte sich 2013 in neun Darts von 501 nach unten. Seit dem Halbfinale 2016 wartet die Weltmeisterschaft allerdings auf einen Neun-Darter.

"Ally Pally": Der Alexandra Palace

Im Alexandra Palace in London wurde zum elften Mal die PDC Weltmeisterschaft ausgerichtet. Das Gebäude steht schon seit 1873 im Londoner Stadtbezirk Haringey, brannte aber zwischenzeitlich einmal komplett ab.

Seit 2007 ist die 6000 Zuschauer fassende Halle, auch Ally Pally genannt, Austragungsort des größten Darts-Turniers der Welt.