Gaucho-Präsident Gilmar Rosso griff hart durch, als er das Sexvideo zu Gesicht bekam © Youtube/Sport CLube GAÚCHO de Passo Fundo

Ein Sexvideo aus der Kabine von Sport Club Gaucho bringt Präsident Gilmar Rosso auf die Palme. Rosso greift durch und wird mit Vorwürfen der Homophobie konfrontiert.

Dieses Lustspiel hat nun ein Nachspiel.

Nachdem ein Sexvideo aus der Kabine von Sport Club Gaucho im Internet viral ging, entließ Klubpräsident Gilmar Rosso kurzerhand alle vier beteiligten Spieler des brasilianischen Regionalklubs, der in der dritthöchsten Liga in der Region Rio Grande do Sul spielt.

Vorwürfe der Homophobie

Im Anschluss musste sich Rosso deshalb sogar mit dem Vorwurf der Homophobie auseinandersetzen.

Aber der Reihe nach: In dem geleakten Clip ist ein Spieler zu sehen, der im Duschraum eindeutige Handlungen an seinen zwei Teamkollegen vornimmt. Ein weiterer Spieler nimmt die Szene mit dem Smartphone auf.

Als das Video zum Klubpräsidenten durchdrang, soll dieser vor Wut geschäumt haben und die beteiligten Spieler postwendend entlassen haben. 

"Es war so ekelhaft"

Bei GloboEsporte sagte Rosso: "Ich musste das löschen, weil es so ekelhaft war."

Doch der Präsident weist Vorwürfe, die Spieler nur wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen zu haben, strikt zurück. "Wir hätten die gleiche Entscheidung bei jedem anderen Spieler auch getroffen, unabhängig von dessen Sexualität."

Der Verein sei keine Moralinstanz und nicht für die Situation verantwortlich, die sich offenbar außerhalb des Trainingsbetriebs zugetragen haben soll.

"Falls sie Alkohol trinken wollen, dann ist das nun ihr Problem", so Rosso, "ob homosexuell oder nicht."

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