Laura Ludwig (u.) und Kira Walkenhorst gewannen in Rio Olympia-Gold
Laura Ludwig (u.) und Kira Walkenhorst gewannen in Rio Olympia-Gold © Getty Images

Die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gewinnen auch das zweite Spiel bei der Beachvolleyball-WM. Ein anderes deutsches Duo verliert.

Erfolgreicher Tag für die deutschen Turnierfavoriten bei der Beachvolleyball-WM in Wien: Die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst stehen bereits mit einem Bein in der K.o.-Phase.

Die Weltranglistenzweiten Chantal Laboureur und Julia Sude starteten mit einem souveränen Sieg in die Titelkämpfe. Ludwig/Walkenhorst bewiesen im deutschen Duell gegen das Berliner Duo Nadja Glenzke und Julia Großner nach anfänglichen Problemen Nervenstärke und gewannen nach Satzrückstand noch mit 2:1 (17:21, 21:15, 15:12).

Trotz einer von Verletzungen und Krankheiten geprägten Vorbereitung konnten die Hamburgerinnen damit ihre ersten beiden Gruppenspiele auf der Wiener Donauinsel gewinnen.

"Wir spielen teilweise einfach noch zu durchwachsen und haben noch Phasen drin, in denen es nicht gut läuft. Trotzdem freue ich mich, dass wir ab dem zweiten Satz gut reingefunden haben und es mit der Zeit immer besser wurde. Man merkt einfach noch, dass wir keine perfekte Vorbereitung hatten", sagte die 26 Jahre alte Walkenhorst. 

Auch Borger und Kozuch auf Kurs

Am Freitag hatten sich Ludwig/Walkenhorst souverän gegen das marokkanische Team Mahassine Siad/Imane Zeroual durchgesetzt. Glenzke/Großner hatten im ersten deutschen Duell des Turniers auch schon gegen die beiden Stuttgarterinnen Karla Borger und Margareta Kozuch verloren.

In der mit drei deutschen Teams bestückten Gruppe D besiegten Borger/Kozuch am Abend Mahassine/Zeroual klar mit 2:0 (21:10, 21:11) und stehen, ebenso wie ihre abschließenden Gruppengegner Ludwig/Walkenhorst, nach zwei Siegen in zwei Spielen mit einem Bein in der K.o-Phase.

Die zweimaligen Major-Sieger Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) haben am Samstag ihren ersten WM-Auftritt ohne Probleme gewonnen. Die klar favorisierten Laboureur/Sude besiegten das kolumbianische Geschwisterpaar Andrea und Claudia Galindo 2:0 (21:14, 21:14). 

Perspektivteam geschlagen

"Wir empfinden es als eine Ehre, auf dem Center Court spielen zu dürfen", sagte eine von der Stimmung beeindruckte Laboureur: "Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir ein Mittel gegen die Gegnerinnen gefunden haben, aber wir haben es gegen Ende ganz gut gemacht."

Das deutsche Perspektivteam Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Berlin/Leverkusen) unterlag am Samstag zu Beginn der Vorrundengruppe A, in der sich auch die Weltranglistenersten Larissa/Talita aus Brasilien befinden, gegen die US-Amerikanerinnen Emily Day und Nicole Branagh mit 0:2 (16:21, 24:26).

"Im ersten Satz haben wir einfach nicht gut gespielt. Wir haben es nicht geschafft, einen soliden Spielaufbau zu kreieren. So wie wir im zweiten Satz gespielt haben, können wir einigermaßen zufrieden sein. Wenn wir das morgen wieder so abrufen, dann haben wir gute Chancen", sagte Schneider unmittelbar nach der Partie. 

Böckermann und Flüggen unter Druck

Durch die Niederlage stehen Bieneck/Schneider am Sonntag gegen die Österreicherinnen Kaharina Holzer und Teresa Strauss bereits unter Zugzwang. Das Gleiche gilt für das einzige deutsche Männer-Team Markus Böckermann und Lars Flüggen. Außerdem greifen am dritten Turniertag wieder Laboureur/Sude ins Geschehen ein.

Die Erst- und Zweitplatzierten aus jeder der jeweils zwölf Vierergruppen bei Männern und Frauen sowie die vier besten Dritten qualifizieren sich direkt für die K.o.-Runde. Die übrigen Drittplatzierten ermitteln in einer zusätzlichen Runde die letzten vier Teilnehmer der Sechzehntelfinals.

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