FIVB Moscow 3 Star - Day 4
Margareta Kozuch (links) and Karla Borger treten seit diesem Jahr zusammen im Sand an © Getty Images

Im Streit um das neu formierte Beachvolleyball-Duo Karla Borger und Margareta Kozuch gibt es eine Kompromisslösung. Die beiden trainieren erstmals am Stützpunkt in Hamburg.

In der Diskussion um das neu formierte Beachvolleyball-Duo Karla Borger und Margareta Kozuch mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) scheint sich eine Entspannung anzubahnen.

Das Team wird in dieser Woche erstmals am zentralen Stützpunkt in Hamburg trainieren. Das gab der DVV bekannt. Das Duo hatte vom Verband nicht den Status Nationalteam erhalten, weil es mit einem eigenen Betreuerstab trainiert und nicht am Stützpunkt.

Daher waren Borger/Kozuch vom DVV nicht immer für die Turniere der World Tour berücksichtigt worden. "Ich bin froh, dass es jetzt diese Annäherung gibt und sich das Team die Gegebenheiten in Hamburg ansieht", sagte Dr. Andreas Künkler, Vize-Präsident Beach im DVV.

"Ein erster Versuch"

Auch Borger und Kozuch, die mit einer Wildcard für die WM in Wien (28. Juli bis 6. August) ausgestattet wurden, sind froh über die sich bietende Gelegenheit.

"Es wird ein erster Versuch sein, um zu schauen, wie wir uns bestmöglich annähern können, ohne die von uns aufgebauten Strukturen zu verlieren. Wir freuen uns auf produktive Trainingstage am zentralen Stützpunkt", sagte Borger, die mit ihrer Partnerin Kozuch seit Ende letzten Jahres ein autonomes Team bildet.

"Wir wollen eine kurz- sowie langfristige Lösung mit dem Verband finden. Neben dem Testen des Trainings erhoffen wir uns zielführende Gespräche, die unsere momentane Situation erleichtern", so Kozuch, die nach sehr erfolgreichen Jahren in der Halle nun auch im Sand überzeugen möchte.

"Insellösung" für Ludwig/Walkenhorst

Seit dem 1. Januar 2017 wird am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein zentral unter Führung der Chef-Bundestrainer Martin Olejnak (Männer) und Imornefe Bowes (Frauen) trainiert.

Derzeit sind vier Männer-Duos sowie zwei Frauen-Teams am Stützpunkt. Für die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, die ebenfalls in Hamburg ansässig sind, aber mit ihrem eigenen Betreuerstab arbeiten, gibt es eine sogenannte "Insellösung", die anderen Teams jedoch nicht zugestanden wurde.

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