Dennis Schröder sorgte mit seinen Extrawünschen für Aufsehen
Bundestrainer Chris Fleming (r.) setzt bei der EM auf Denis Schröder © Getty Images

Trotz einiger EM-Absagen sieht Bundestrainer Chris Fleming den Zuwachs an deutschen Spielern in der NBA positiv. In Zukunft sollen nach ihm noch weitere dazukommen.

Bundestrainer Chris Fleming sieht die gestiegene Anzahl von deutschen Spielern in der Basketball-Profiliga NBA trotz der daraus resultierenden Absagen für die EM (31. August bis 17. September) positiv.

Der Zuwachs sei "ein Segen. Es ist Zeichen dafür, dass die Arbeit vom Verband und von den Vereinen gut ist", sagte der US-Amerikaner im Interview mit dem Deutschen Basketball Bund (DBB).

Paul Zipser (Chicago Bulls) und Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) fehlen der Nationalmannschaft bei der EuroBasket, da sie sich in diesem Sommer auf ihr NBA-Engagement konzentrieren wollen. "Natürlich hat das auch eine Kehrseite für uns", so Fleming. Den Weg findet der 47-Jährige dennoch richtig.

"Jahrelang war Dirk (Nowitzki, d. Red.) unantastbar, er war zu weit weg. Jetzt haben andere gesehen, dass sie es auch schaffen können", sagte Fleming: "Ich habe keinen Zweifel, dass sich die Jungs drüben gut verkaufen werden."

Zipser und Kleber fehlen

In Zipser, Kleber, Nowitzki (Dallas Mavericks) sowie den EM-Teilnehmern Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Daniel Theis (Boston Celtics) haben derzeit fünf Deutsche Verträge für die kommende NBA-Saison. Fleming glaubt, dass sich die Zahl weiter erhöhen wird: "Ich bin relativ sicher, dass einige hinterherkommen."

Dass es von Zipser und Kleber Absagen gab, kann Fleming verstehen. Der aus dem Nationalteam zurückgetretene Superstar Dirk Nowitzki und Dennis Schröder seien gestandene Spieler mit großen Verträgen.

"Sie können ihren eigenen Weg steuern", erklärte der Bundestrainer. "Für Theis, Kleber und Zipser ist das schwieriger, sie müssen sich erstmal beweisen - und das werden sie auch machen."

Grundsätzlich findet Fleming die Entwicklung in Sachen NBA für den deutschen Basketball "extrem gut. Nichtsdestotrotz müssen wir von Sommer zu Sommer sehen, dass wir so viele Jungs wie möglich in der Nationalmannschaft haben. Das ist ausschlaggebend für das Wachstum."

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