Sechs Fakten über Skistöcke
Sechs Fakten über Skistöcke
Roman Lachner -

Die Zeiten des No-Pole Riding gehören wieder der Vergangenheit an, denn mit den Balance­hilfen lässt sich’s einfach besser shredden. Was ihr beim Kauf eures nächsten Stocks zu berücksichtigten habt, erzählt euch Jörg Tichy von Komperdell.

1. Material

Aluminium hat sich millionenfach bewährt und ist ein äußerst robustes und zuverlässiges Material.Der Stock kann nach Deformierung bedingt auch wieder gerade gebogen werden. Die Vorteile von Carbon liegen in seiner hohen Steifigkeit bei extrem geringem Gewicht. Für einen guten Carbon-Schaft kommt es auf die Qualität der Carbon-Faserstränge, auf die Wicklung und auf die Lage der Geflechte zueinander an.

2. Gewichtsverteilung

Um unnötigen Kraftaufwand in der Rückholphase des Stocks zu vermeiden, ist die richtige Verteilung des Gewichts über die gesamte Stock­länge von entscheidender Bedeutung. Tenden­ziell er­scheinen Modelle mit mehr Gewicht an der Spitze eher schwer und träge, hingegen leidet bei extrem kopf­las­ti­gen Stöcken das Pendelverhalten.

3. Griff

Beim Griff kommt es neben der optimalen Griff­ergonomie auf das verwendete Material an. Foam-Griffe wirken besonders kälteisolierend, dagegen punk­ten Modelle aus Kunststoff mit einer direkteren Kraft­über­tragung. Für ein angenehmeres Griffgefühl sind diese komplett oder teilweise mit einer Gummierung überzogen. Im Touren- und Variantenbereich kommen auch verlängerte Griffzonen zum Einsatz. Diese er­mög­li­chen ein zeitweiliges Kürzerfassen der Stöcke bei steilen Anstiegen oder Querungen.

4. Vario- vs. Fixlängenstöcke

Wer ausnahmslos im Park unterwegs ist oder jeglichen Aufstieg verabscheut, ist mit Fixlängenstöcken bestens gerüstet. Vario-Stöcke bestehen aus zwei oder mehr ineinander­ge­schobenen Rohren, die über Verschlusssysteme mit­einander fixiert sind. Bei diesen unterscheidet man zwischen einer innen liegenden Mechanik, die meist durch Drehung die Segmente verkeilt, und externen Ver­schlusssystemen, die meistens über einen außen liegenden Klappmechanismus die Rohre fixiert. Neu sind Einhandverstellungen, bei denen sich wie bei Komperdell über einen Knopf am Griff die Länge des Stocks regeln lässt.

5. Teller

Hier unterscheiden wir in zwei Kategorien: in Fix-Teller, die fest mit dem Stock verbunden sind, und Vario-Teller, die je nach Untergrund gewechselt werden können. Komperdell hat zusätzlich ein spezielles System ent­wickelt, bei dem der Teller auch gelenkig gelagert ist, um bei Harsch ein Abrutschen aufgrund des anstehenden Tellers am Hang zu verhindern.

6. Spitzen

Die gängigsten Materialien sind Stahl oder Car­bid, wobei Carbid-Spitzen auf hartem Untergrund stoß- und abriebfester sind als Kollege Stahl. Meistens kommen konkave und oder sternförmige Geometrien zum Einsatz, um besseren Halt bei unterschiedlichen Auf­satz­winkeln zu ermöglichen.



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