FWT STOP in Haines – Status Quo
FWT STOP in Haines – Status Quo
Roman Lachner -

Wir wären ja nich die "Primes" wenn wir nicht einen Maulwurf beim FWT Stop in Haines eingeschleust hätten, der uns live aus Alaska berichtet. Bislang ist ja noch nicht so viel passiert in Amerikas nördlichstem Bundesstaat... alles ist aber bereits auf "On" gestellt, wie unsHead Judge Berti Denervaud im Interview berichtet. 

Freeride World Tour Update aus Haines

Der Freeride World Tour Stop in Haines wird wegen der schwierigen Schnee- und Wetterbedingungen dieses Jahr zum Geduldspiel. In den nächsten Tagen sind nur kurze Wetterfester zu erwarten, die die Tour Organisatoren auf keinen Fall verpassen wollen. Der nächste mögliche Start ist deshalb schon für Dienstag angesetzt. Die Rider sind im Stand-by-Modus.

Die Entscheidung über das „Go“ wird kurzfristig am Dienstag um 7 Uhr lokaler Zeit (16 Uhr MEZ ) erwartet. Frühester Start des Comps ist dann aber schon 3 Stunden später. Tobias Geisler ist für Prime Skiing vor Ort in Haines und hat mit Berti Denervaud, Head Judge der Freeride World Tour über die Situation gesprochen.

Rider’s Meeting im Hotel Captain’s Choice in Haines Rider’s Meeting im Hotel Captain’s Choice in Haines

Wie sind die Aussichten für den Contest in Haines?

Die Bedingungen in Alaska sind dieses Jahr sehr schwierig. Im Moment sieht es so aus, als ob Dienstag und Mittwoch die trockensten Tage werden, danach ist die Vorhersage noch sehr unsicher. Allerdings erwarten wir kein stabiles Hoch, sondern müssen auf kurze Abschnitte mit gutem Wetter hoffen und dann schnell reagieren. Zudem ist die Schneesituation heikel. Wir haben über einen Meter Neuschnee, was natürlich gut ist, aber der ist auf einen harten Schneedeckel gefallen, nachdem es einige Wochen nicht geschneit hat.

Das erschwert die Arbeit der Guides, um das Contestface zu sichern und gleichzeitig gute Bedingungen im Hang zu haben. Wir haben in den letzten Tag starke Lawinenaktivität beobachtet. Deshalb haben wir entschieden, trotz des guten Wetters am Samstag den Contest nicht auszurichten und zu warten bis die Verhältnisse besser sind und der Neuschnee sich gesetzt hat. Jetzt haben wir sehr wechselhaftes Wetter und hoffen auf ein Fenster mit gutem Wetter in den nächsten Tagen. Wir werden das jeweils sehr kurzfristig entscheiden und dann den ganzen Tross schnell in Bewegung setzen. Die erste Möglichkeit ist am Dienstag. Die Startreihenfolge der Rider haben wir ausgelost, das Produktionsteam und Guides sind gebrieft. Es kann losgehen.

Was gibt es für Updates vom Wettkampface?

Wir haben verschiedene Optionen gecheckt und uns wieder für das Face vom letzten Jahr „The Venue“ entschieden. Das ist perfekt für einen Contest mit 27 Fahrern. Wir brauchen ja nicht nur eine gute Film-Line, sondern Optionen für 27 gute Runs am gleichen Face. Das ist nicht so einfach zu finden. Die Guides konnten am Samstag die Lookers linke Seite des Hangs befahren und vor Lawinen sichern. Das ist der Teil mit einer großen Spine in der Mitte. Seitdem hat es nochmal geschneit.

Das heißt: so wie es jetzt aussieht werden wir nicht genug Zeit haben, den rechten Teil des Hangs für den Contest freizugeben und nur eine Startoption für die Rider haben. Falls wir mehr Zeit bekommen und es nicht mehr schneit, könnte sich das nochmal ändern und wir öffnen weitere Teile und eine zweite Startoption auf der rechten Seite. Aber zurzeit ist es unwahrscheinlich, dass wir das ganze Face für den Contest öffnen können, wie im letzten Jahr.

Welche Herausforderungen stellt Alaska an die Organisatoren?

Man muss hier sehr schnell sein, um das Wetter auszunutzen. Außergewöhnlich ist ja, dass alle Teilnehmer und Staff mit dem Helikopter ins Gelände gebracht werden müssen - das sind insgesamt ca. 100 Leute. Oben drauf kommt noch da ganze technische Equipment - Kameras, Zelte, die Satellitenanlage für den die Live-Übertragung... Der Helikopter mit der Cineflex Kamera kommt am Wettkampftag noch aus Juneau angeflogen. Ein riesiger logistischer Aufwand also, bei einem minimal kleinen Zeitfenster, was das Wetter angeht.

Aber das schafft man doch nicht alles am Wettkampftag?

Nein, wir würden mit den Heli-Shuttles für Guides, Staff und Rider am Wettkampftag um 6.30 Uhr starten - wenn eben der Game Day ansteht. Der Großteil des Equipments wurde bereits am Freitag und Samstag reingeflogen und ein Zelt aufgebaut, in dem sechs Leute ausharren -ein Doktor, ein Guide und vier Techniker. Sie kontrollieren, dass die Generatoren laufen und die Heizung für die sensible Technik wirklich funktioniert und alles warm bleibt. Wir können die Sachen nicht einfach ohne Überwachung dort lassen, müssen sie aber vorher aufbauen, um schnell starten zu können.

So ist am Wettkampftag dann alles bereit, um gegen 10.00 Uhr lokaler Zeit mit dem ersten Rider starten können. Die Techniker bringen alles in Position, kontrollieren die Funktion und stellen die Satellitenverbindung für den Webfeed her. Wenn das Wetter es zulässt, sind wir am Dienstag um 19 Uhr europäische Zeit live. Ansonsten werden wir weiter auf das nächste Wetterfenster warten.

 

Rider’s Meeting im Hotel Captain’s Choice in Haines

Berti Denervaud beim Rider’s Meeting mit dem aktuellsten Bild von „The Venue“ vom vergangenen Samstag.



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