Pitztal Wild Face 2017
Pitztal Wild Face 2017
Roman Lachner -

Letztes Wochenende fand zum siebten Mal das Pitztal Wildface Event statt. Warum der 2*-Qualifier Event anders ist als die restlichen Contests, wer sich durchgesetzt hat und wie es unserem FWT Rider Felix Wiemers erging, erfahrt ihr im Artikel.

Perfekte Bedingungen für die siebte Auflage des Pitztal Wilface Freeride Contests Perfekte Bedingungen für die siebte Auflage des Pitztal Wilface Freeride Contests

Das Pitztal liefert in Sachen Freeride auf Bestellung. Immer wenn sich Ende Februar die Szene hinten im Tal zum Pitztal Wild Face trifft, dann steht Frau Holle auf den Tag genau parat. So auch wieder am 25. Februar zur 7. Auflage des Freeride Extreme Contests. Diesmal war der Linke Fernerkogel Schauplatz des Action geladenen Wettbewerbes. Das Zielgelände in der Eisarena am Mittelbergferner bot für Rider und Zuschauer eine faszinierende Kulisse und bot den perfekten Rahmen für diesen Event.

Bekannte Gesichter auf dem Podium

Nur ganz oben auf den Siegertreppchen sah man wieder alt Bekannte. Tobias Heinle (Ski) und Matthias Jorda (Snowboard) hatten schon öfters die beliebte Wurzelsepp-Trophäe vom Pitztal mit nach Hause genommen.

Seit 2010 wird am Mittagskogel im hintersten Pitztal das Pitztal Wild Face Freeride Extreme ausgetragen. Bereits zum zweiten Mal in Folge mussten die Veranstalter heuer auf Grund der Schneesituation auf eine andere Strecke ausweichen. Da es am Pitztaler Gletscher aber genug Möglichkeiten zum Freeriden gibt, war schnell eine Ersatzstrecke gefunden und stand eine Verschiebung oder Absage nie zur Diskussion.

Die drei besten Männer beim Pitztal Wildface 2017: Frederik Eiter, Tobias Heinle und Hannes Namberger Die drei besten Männer beim Pitztal Wildface 2017: Frederik Eiter, Tobias Heinle und Hannes Namberger

Geschwindigkeit zählt

Der 3.278 Meter hohe Linke Fernerkogel bot das ideale Gelände und die perfekten Bedingungen für diese Art von Contest. Das Pitztal Wild Face ist ein 2-Sterne-Bewerb der Freeride World Qualifier Serie, aber der einzige in Österreich, der auf Zeit ausgetragen wird. Hier zählt nur Geschwindigkeit, und die fordert über diese Distanz ordentlich Kondition.

In sagenhaften 2:55,68 raste der Allgäuer Wild Face Seriensieger Tobias Heinle über die 828 Höhenmeter und 2,5 Kilometer und nahm dabei seinem stärksten Konkurrenten Lokalmatador Frederik Eiter fast 11 Sekunden ab.

Holte sich 2017 den Sieg bei den Männern: Tobias Heinle Holte sich 2017 den Sieg bei den Männern: Tobias Heinle

Die zwei Freunde liefern sich jährlich beim Pitztal Wild Face ein hartes Duell. Nach 2015 war es wieder einmal Heinle, der den Pitztaler Frederik Eiter und alle anderen auf die Plätze verwies. Heinle verdient im Winter als Skiführer am Arlberg seine Brötchen, im Sommer ist er Almhirte in der Schweiz. Obwohl nichts an die legendäre Mittagskogel-Abfahrt herankomme, habe ihm die diesjährige Strecke gefallen, meinte er.

"Skitechnik und Ausdauer sind hier wichtig" - Tobias Heinle

Den zweistündigen Aufstieg habe er gemütlich im Himalaya-Tempo in Angriff genommen. Sein insgesamt 3. Sieg beim Pitztal Wild Face ist für ihn Grund genug, trotzt seiner 29 Lenze nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen. Lieber eine höhere Startnummer hätte gerne der Pitztaler Frederik Eiter gehabt. "Die Strecke war durch den gestrigen Schneefall sicher am Anfang noch langsamer", meinte er, der mit Nummer 25 ins Rennen gegangen war. Er gönne seinem Freund Tobi Heinle aber den Sieg.

Den 3. Rang in der Kategorie Ski Herren sicherte sich bei seinem ersten Pitztal Wild Face Start Überraschungsmann Hannes Namberger. Der Polizist ist gemeinsam mit Tobias Heinle im Lehrteam des DSLV und wurde von ihm dazu "angestiftet". Der undankbare 4. Platz ging an Andreas Hörterer (GER), der nach Platz drei im Jahr 2015 und Platz zwei 2016 gerne einmal das oberste Treppchen für sich in Anspruch genommen hätte.

Pech für Felix Wiemers

Hatte leider kein Glück beim Pitztal WIldface 2017: Der deutsche FWT Rider Felix Wiemers Hatte leider kein Glück beim Pitztal WIldface 2017: Der deutsche FWT Rider Felix Wiemers

Großes Pech hatte der deutsche Freeride World Tour Rider Felix Wiemers. Übermotiviert kam er mit Vollgas um die Ecke und dabei in der Traverse zu tief heraus, so dass er die Ski abschnallen und etwas aufsteigen musste. Platz 33 gab es daher nur für ihn.

Die vier besten Ladies beim Pitztal Wildface 2017: Vera Lentner, Elena Mitrengova, Petra Zeller und Monika Novakova Die vier besten Ladies beim Pitztal Wildface 2017: Vera Lentner, Elena Mitrengova, Petra Zeller und Monika Novakova

Bei den Damen mangelte es heuer an Starterinnen. Nur 6 Ladies wagten sich auf die Strecke vom Linken Fernerkogel. Die Bulgarin Elena Mitrengova gewann bei den Skifahrerinnen in ihrer zweiten Contestsaison zum ersten Mal und verwies die beiden deutschen Mädels Vera Lentner und Petra Zeller auf die Plätze zwei und drei.

Bis zum nächsten Jahr im Pitztal! Bis zum nächsten Jahr im Pitztal!

Mehr Bilder vom Pitztal Wildface 2017 findet ihr in unserer Galerie.

Links

Alle Ergebnisse im Überblick

Männer

Pitztal Wildface 2017 - Results Männer Pitztal Wildface 2017 - Results Männer

Frauen

Pitztal Wildface 2017 - Results Frauen Pitztal Wildface 2017 - Results Frauen

Auf der nächsten Seite findest ihr einen ausführlichen Vorbereicht zum Pitztal Wildface 2017.

Pitztal Wildface 2017 - Vorbericht

Das Pitztal Wild Face geht in die 7. Runde und garantiert am 25. Februar wieder Schauplatz extremer Freeride Action zu werden.

Seit 2010 treffen sich im hintersten Tiroler Pitztal  jeden Winter Speed und Gelände erprobte Skifahrer sowie Snowboarder zu einem spektakulären Showdown, bei dem alleine die Zeit zwischen Start und Ziel zählt und jeder sich seine Line selber sucht ohne dabei auf Style achten oder Tricks vorweisen müssen. Das Pitztal Wild Face ist nämlich der einzige auf Zeit ausgetragene Freeride Contest Österreichs und sucht auch in der Riege der Freeride World Qualifier Bewerbe Vergleichbares.

Pitztal Wilface mit neuer Strecke

Die Anmeldefrist ist beendet. Die Startplätze sind vergeben. Wer beim Pitztal Wild Face mit dabei sein will, muss was vorweisen können: entweder Punkte aus anderen Freeride World Qualifier Bewerben oder gute Ergebnisse aus den letzten 6 Jahren des Pitztal Wild Face Freeride Extreme. Die Strecke ist nämlich alles andere als ein Honigschlecken. Normalerweise wird vom 3.173 Meter hohen Mittagskogel gestartet und liegen 1.500 Höhenmeter sowie 4,6 Kilometer vor den Athleten. Nach 2016 macht aber leider auch heuer Frau Holle den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Die Originalstrecke muss in dem Fall im wahrsten Sinne des Wortes links liegen bleiben. Denn 2017 wird der „Linke Fernerkogel“ (3.278m) mit 828 Meter Höhenunterschied und 2,5 Kilometer Länge zum Schauplatz der Wilden Action, genauso herausfordernd, nicht minder Respekt einflössend.

Von der Bergstation des Gletscherexpress ist der Linke Fernerkogel mit Tourenski in ca. 2 Stunden erreichbar. Diesen Aufstieg müssen die Rider diesmal in Kauf nehmen, um dann beim Startzeichen schnellstmöglich Richtung Ziel bei der Eisarena zu brettern. Die Zuschauer haben es da etwas leichter. Sie können das Spektakel in der Eisarena, die sie mit Ski über den Notweg erreichen, bei einem kühlen Fohrenburger Einhorn mit Swarovski Ferngläsern verfolgen.

Auf der Startliste für das Pitztal Wild Face 2017 stehen 7 Ski Damen, 47 Ski Herren, 4 Snowboard Damen und 12 Snowboard Herren aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Bulgarien, der Schweiz, Italien, Slowenien, Belgien, Frankreich, Schweden und sogar aus Australien sowie Neuseeland. Mit dabei sind neben Lokalmatador und Pitztal Wild Face Sieger 2014 Frederik Eiter auch wieder der 2015 Sieger Tobias Heinle und Freeride World Tour Rider Felix Wiemers, der 2016 auf der Ersatzstrecke zum ersten Mal an den Start ging und sich 2017 wieder auf eine anderen Hang einstellen muss. Für ihn sind Speedbewerbe was Neues, ist er es ja von der World Tour gewohnt, die Judges mit Style zu überzeugen.

Für die Rider beginnt der Event bereits am Freitag, den 24. Februar mit der Streckenbesichtigung. Gemeinsam mit OK-Chef Raphael Eiter und Bergführern geht es in moderatem Tempo in einzelnen Abschnitten durchs Gelände, um mögliche Lines zu checken und sich kritische Stellen genau anzusehen. Beim anschließenden Riders Meeting und der Startnummernausgabe im Hexenkessel werden dann die Regeln und Sicherheitsvorschriften nochmals erklärt bevor es am Samstag, den 25. Februar ernst wird. Auf einen Kräfte zehrenden Aufstieg folgt eine nicht minder anstrengende Abfahrt, die nicht nur die Oberschenkel zum Glühen bringen wird.

Programm Pitztal Wild Face 2017

Freitag, 24.02.17: 


11:30 Uhr offizielle Streckenbesichtigung

16:00 Uhr verpflichtendes Riders Meeting und Startnummernausgabe

Samstag, 25.02.17: 

07:00 bis 08:00 Uhr Startnummernausgabe beim Hexenkessl

09:00 Uhr Auffahrt und Aufstieg zum Linken Fernerkogel

11:30 Uhr Riders Meeting am Gipfel
12:00 Uhr geplante Startzeit

13:30 Uhr Siegerehrung im Zielgelände bei der Eisarena (am Notweg vom Gletscher ins Tal)

ab 20:00 Uhr Party im Hexenkessel



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